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Mit einer Organspende nach dem Tod anderen Menschen helfen

Einer der wichtigsten Aspekte einer gewissenhaften Sterbe- und Bestattungsvorsorge betrifft die Möglichkeit einer Organspende nach dem Tod. Jeder sollte sich bewusstmachen, dass er mit der Bereitschaft zur Organspende entscheidend dazu beitragen kann, anderen Menschen das Leben zu retten oder es ihnen doch zumindest wesentlich zu erleichtern. Besonders bei einem plötzlichen Herz- oder Unfalltod wird diese Frage immer wieder aufkommen, weil weltweit großer Mangel an Organspendern besteht. Deshalb empfehlen wir, im Organspendeausweis eindeutig Stellung zur persönlichen Spendenbereitschaft zu beziehen.

Der Organspendeausweis stellt in Deutschland eine schriftliche Willenserklärung für den Todesfall dar. Wer ihn besitzt, erklärt darin, ob sie oder er mit einer Organspende nach dem Tod einverstanden ist oder eine Entnahme ablehnt. Zudem können Sie auf dem Organspendeausweis genau festlegen, welche Art der Spende für Sie infrage kommt. Es ist zum Beispiel kein Problem, sich auf bestimmte Organe oder Gewebe zu beschränken – neben Nieren und Teilen der Leber, die auch bei lebenden Menschen entnommen werden können, wird bei einer Organspende nach dem Tod vor allem auf Herz, Lungen, die Bauchspeicheldrüse oder Teile des Dünndarms zurückgegriffen. Es ist allerdings ebenso möglich, die Spende auf dem Organspenderausweis grundsätzlich auszuschließen. Wichtig ist vor allem, dass Ihre persönliche Entscheidung darauf unmissverständlich dokumentiert ist.

Der Zeitfaktor entscheidet viel bei einer Organspende nach dem Tod

Eine weitere Möglichkeit ist die Bestimmung eines Dritten zum Bevollmächtigten, der im Falle des Hirntodes eine entsprechende Entscheidung treffen soll. Denn so gut wie immer kommt es bei einer Organspende nach dem Tod auf schnelle Entscheidungen an. Da wäre es nicht besonders sinnvoll, wenn zwar ein Organspendeausweis existiert, aber im Zweifelsfall nicht aufzufinden ist. Zur Sicherheit sollten Sie Ihre Spendenbereitschaft daher auch in der Patientenverfügung für den Notfall handschriftlich vermerken.

An Ihre Zustimmung zur Spende sind Sie nicht dauerhaft gebunden – Ihr Organspendeausweis wird nirgends offiziell registriert und kann somit schnell und einfach widerrufen oder angepasst werden.

Auf dieser Seite finden Sie den Organspenderausweis als PDF-Dokument zum Abspeichern. Alternativ bekommen Sie ihn bei Ihrem Arzt oder in der Apotheke, wo man Ihnen weitere wichtige Erläuterungen dazu geben kann.

www.bmg.bund.de/Organspendeausweis.pdf