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Einige grundlegende Hinweise zum Erbrecht in Deutschland

Sicher überlagern Schmerz und Trauer beim Tod naher Angehöriger rationale Überlegungen zur Verteilung der vorhandenen Erbmasse. Um Missverständnisse oder gar Streit zwischen den Hinterbliebenen zu vermeiden, sollten die entsprechenden Vorstellungen im Idealfall schon zu Lebzeiten geregelt werden. Obwohl Sie dazu stets einen Notar zurate ziehen sollten, gibt Ihnen Vogler Bestattungen hier zumindest einige grundlegende Hinweise zum Erbrecht in Deutschland und zur Bedeutung, die dem Testament zukommt.

Sofern Verstorbene kein Testament hinterlassen, ist das Erbrecht in Deutschland über die Regelungen des Bürgerlichen Gesetzesbuches festgelegt. Welche Personen erbberechtigt sind, entscheidet dabei die gesetzliche Erbfolge. Sie legt fest …

  • … als Erben erster Ordnung: Kinder, Enkel und Urenkel
  • als Erben zweiter Ordnung: Eltern, Geschwister, Neffen/Nichten
  • und als Erben dritter Ordnung: Großeltern, Onkel/Tanten, Cousins/Cousinen.

Erben zweiter Ordnung werden erst berücksichtigt, wenn keine Erben erster Ordnung vorhanden sind, und genauso verhält es sich zwischen den Erben zweiter und dritter Ordnung. Bei anderen Vorstellungen zur Verteilung des Erbes empfiehlt es sich auf jeden Fall, ein Testament aufzusetzen. Unabhängig von den darin festgelegten Regelungen steht jedoch den Erben erster Ordnung sowie dem Ehepartner stets ein sogenannter Pflichtanteil zu.

Ein Testament hat für das Erbrecht auch in Deutschland größte Bedeutung

Falls die oben kurz beschriebene Erbfolge nicht Ihren Wünschen entspricht, sollten Sie ein Testament verfassen. Folgende Punkte müssen Sie dabei beachten: Laut Erbrecht ist in Deutschland jede volljährige Person im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte zum Verfassen eines Testaments berechtigt. Das Schriftstück muss vom ersten bis zum letzten Buchstaben eigenhändig und handschriftlich verfasst sein und mit vollem Namen, Datum und Ortsangabe versehen werden. Grundsätzlich empfiehlt sich vor seiner Erstellung eine notarielle Beratung – zumal Sie in der heutigen Zeit bedenken müssen, dass immer häufiger auch digitaler Nachlass anfällt, über dessen Verbleib entschieden werden muss. Zu berücksichtigen ist außerdem, dass ein gemeinschaftliches Testament auch nur gemeinschaftlich geändert werden kann. Nach dem Tod eines Ehepartners wäre dies nicht mehr möglich. Wenn die Verträge unterzeichnet und hinterlegt sind, sollten alle davon Betroffenen über die Existenz und den Verbleib der schriftlich festgehaltenen Verfügungen unterrichtet werden.

Weitere Informationen zu den Themen Testament und Erbrecht in Deutschland können Sie der Broschüre “Erben und Vererben“ des Bundesministeriums der Justiz entnehmen. Wie bei allen juristischen Fragen empfehlen wir Ihnen, professionelle Hilfe bei einem Notar oder Fachanwalt in Anspruch zu nehmen, die wir Ihnen auf Wunsch gerne vermitteln.